HEISSHUNGER ADE!
Lernen Sie aus Ihrem Essverhalten.

Für viele von uns sind Heißhungerattacken keine Seltenheit und fast jeder hatte schon einmal damit zu tun. Doch was kann man dagegen tun oder was kann man in solchen Situationen essen, um sich zumindest halbwegs sinnvoll zu ernähren?

Diese Fragen möchte ich Ihnen heute beantworten!

Durch Heißhunger suggeriert uns unser Körper, dass er in diesem Moment ein spezielles Nahrungsmittel ganz dringend braucht. Wo man normalem Hunger für eine gewisse Zeit ohne weiteres standhalten kann, schaffen wir es bei Heißhunger oft nicht, zu widerstehen.

So eine Situation ist wohl uns allen schon einmal begegnet und solange sie nicht regelmäßig auftritt, muss man sich keine weiteren Sorgen machen. Leiden Sie regelmäßig an dem Problem Heißhunger und wissen nicht, wie Sie ihn in den Griff bekommen, würde ich Ihnen dazu raten, sich ärztliche Hilfe zu suchen, da Heißhunger unter Umständen auch ein Zeichen für eine Krankheit sein kann.
In weiterer Folge – nachdem Sie Ihr Problem bei einem Arzt abgeklärt haben – kann Ihnen auch eine Ernährungsberatung weiterhelfen.

Um Heißhunger vorzubeugen gibt es aber auch einige Maßnahmen, die Sie vorab treffen können.

Als aller erstes: Lernen Sie aus Ihrem Essverhalten.

Beobachten Sie über mehrere Tage Ihre Essgewohnheiten. Schreiben Sie sich alle Mahlzeiten, die Sie zu sich genommen haben, auf und schreiben Sie sich auch dazu, warum Sie gerade dieses Essen gewählt haben, oder in welcher Situation Sie gegessen haben.
Analysieren Sie sich nach dieser Zeit und erkennen Sie, zu welcher Art „Esser“ Sie gehören.

 

Je nachdem, welcher Typ Sie sind, sollten Sie nach Möglichkeiten suchen, Ihre Angewohnheiten zu verbessern. Unter anderem könnten Ihnen folgende Tipps helfen:

1. Essen Sie regelmäßig!

Heißhunger bedeutet, dass unser Blutzuckerspiegel dramatisch abgesunken ist. Unser Körper signalisiert uns damit, dass er dringend neue Nährstoffe braucht, um richtig arbeiten zu können. Menschen, die regelmäßig essen – also etwa alle 4-6 Stunden – kommen in der Regel gar nicht in diese Heißhungerphase, da ihr Blutzuckerspiegel relativ konstant bleibt.

2. Essen Sie das Richtige!

Ich habe in meinen Beiträgen schon oft erwähnt, welche Lebensmittel für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl sorgen. Gerade, wenn Sie an Heißhungerattacken leiden, sollten Sie diese Tipps wirklich ernst nehmen. Essen Sie langkettige Kohlenhydrate (Vollkorn, einige Obstsorten, Nüsse, …), viel Eiweiß (Milchprodukte, Eier, Hülsenfrüchte, Tofu, …), gesunde Fette (kaltgepresste Öle, Nüsse, Fisch, …) und viele Vitamine.

Durch die richtige Kombination aus den richtigen Lebensmitteln halten Sie Ihren Körper fit und geben ihm keinen Grund, die Heißhunger-Falle auszulösen.

3. Lenken Sie sich ab!

Verspüren Sie abends den Drang nach einem Stück Schokolade oder nach Chips? Lenken Sie sich ab. Am besten, Sie gehen für einen Spaziergang an die frische Luft oder Sie telefonieren mit einer Freundin/einem Freund. Hauptsache, Sie können sich von dem Verlangen ablenken. Sie werden sehen, schon nach wenigen Minuten haben Sie Ihren Heißhunger erfolgreich bekämpft.

4.Trinken Sie genug!

Wussten Sie, dass viele Menschen nicht zwischen Hunger und Durst unterscheiden können? Oft haben wir nach einer langen Trinkpause das Gefühl, unbedingt etwas Süßes zu brauchen. Dem können Sie vorbeugen, indem Sie mindestens 2 Liter Wasser, ungesüßten Tee oder gespritzte Fruchtsäfte pro Tag trinken. Damit tun Sie auch Ihrer Schönheit etwas Gutes. Ihre Haut wird geklärt und Ihr inneres Strahlen wird wieder entfacht.

5. Bauen Sie Stress und Frust ab!

Die meisten Heißhunger-Esser sind in Wirklichkeit Stress- oder Frustesser. Die psychische Belastung wirkt sich bei vielen Menschen auf das Essverhalten aus. Die einen können nichts mehr Essen, während andere am liebsten nur noch Essen würden. Steigen Sie aus diesem Rad aus. Versuchen Sie den Stress oder Frust abzubauen. Nehmen Sie sich eine Auszeit, machen Sie Entspannungsübungen oder treiben Sie anderen Sport. Wichtig ist für solche Menschen auch die strikte Trennung von Arbeit und Privatleben. Bürden Sie sich nicht zu viel auf und akzeptieren Sie es, wenn Sie einmal nicht alles geschafft haben. Morgen ist auch immer noch ein Tag!

6. Unterscheiden Sie Hunger von Appetit!

Sie gehen an einer Bäckerei vorbei, riechen den verführerischen Duft von frischem Gebäck und fühlen sich auf einmal hungrig? Lassen Sie sich von Ihrem Körper nicht täuschen. Sie haben keinen Hunger, sondern nur Appetit. Dieser Appetit wird größer, je stärker unsere Emotionen zu dem Lebensmittel sind. Z.B. Sie sehen im Supermarkt eine bestimmte Süßigkeit, die sie an Ihre Kindheit erinnert. Ihr Körper suggeriert Ihnen, dass die Zeit als Kind wunderschön war und Sie werden sich die Süßigkeiten im Endeffekt kaufen und essen. Obwohl Sie das Produkt gar nicht gebraucht hätten. Ich will auf keinen Fall, dass Sie sich etwas verbieten, das macht das Problem nur noch schlimmer, da Verbote bekanntlich am interessantesten sind. Ich will Ihnen nur klarmachen, dass Sie sich vor dem nächsten Schoko-Croissant oder der nächsten Tüte Chips überlegen, ob Sie wirklich Hunger haben, oder ob Sie nur Appetit danach verspüren.

Wenn Sie sich dann wieder etwas gönnen, sollten Sie es auch genießen. Erfreuen Sie sich an jedem Bissen und machen Sie sich keine Gedanken über die Kalorienzahl oder ähnliches.

7. Essen Sie bewusst!

Entdecken Sie sich öfter dabei, wie Sie schnell während dem Fernsehen oder während dem Arbeiten essen? Oder starren Sie während dem Essen lieber ins Smartphone, als auf den Teller? Dieses Verhalten sollten Sie so schnell wie möglich ändern. Essen Sie bewusst und langsam und Sie werden sehen, dass Sie viel kleinere Portionen essen, als üblich. Das kommt davon, weil unser Magen ungefähr 20 Minuten benötigt, um unserem Hirn zu signalisieren, dass er voll ist. Wenn Sie sich selbst durch irgendwelche Tätigkeiten ablenken, bemerken Sie dieses Signal unter Umständen gar nicht und essen einfach weiter.

Genauso unsinnig ist es, während der Arbeit unbewusst Snacks in sich hineinzustopfen. Führen Sie sich am besten gar nicht erst in Versuchung. Legen Sie sich nur kleine Portionen zurecht und vermeiden Sie es, zu viel Essbares auf Ihrem Tisch liegen zu haben.

8. Wenn schon Snacking, dann wenigstens was Gutes.

Falls Sie Ihrem Drang nach Snacks ab und an nicht widerstehen können, ist das halb so schlimm. Hauptsache, Sie snacken das Richtige. Greifen Sie eher zu frischem oder getrocknetem Obst, Nüssen oder Gemüse.

Bereiten Sie sich am besten schon vor der Arbeit eine Mischung aus kleinen Snacks zusammen. Gerne können darin verschiedene Nüsse, Gemüsesticks und auch ein paar Trockenobst-Stücke enthalten sein. Bei Trockenobst sollten Sie nur darauf achten, dass Sie nicht zu viel davon essen. Durch den Trocknungsprozess konzentriert sich im Obst nämlich der Fruchtzucker, der wiederum Ihren Insulinspiegel in die Höhe treibt. Auch Milchprodukte wie Joghurt oder Buttermilch stillen Heißhunger hervorragend und eignen sich für den zwischendurch Snack im Büro. Wenn Sie lieber etwas Deftigeres haben wollen, kann ich Ihnen auch ein Vollkornbrot mit Aufstrich, Käse und Schinken empfehlen.

Was genauso wichtig ist: Falls es mal nicht hinhaut und Ihnen ein „Ess-Hoppala“ passiert, stressen Sie sich nicht unnötig. Wir sind Menschen und keine Maschinen und deshalb dürfen wir auch ruhig mal Ausnahmen machen. Hauptsache, es kommt nicht zu häufig vor und Sie genießen den Ausrutscher!

Diese Tipps sind sehr allgemein gehalten, da Sie nur einen kurzen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten bieten sollen. Wenn Sie gerne genauere Auskünfte zu Ihrem speziellen Ernährungstyp haben wollen, oder sich in keiner Kategorie richtig beheimatet fühlen, kann ich Ihnen auch gerne in einem persönlichen Gespräch weiterhelfen. Melden Sie sich doch noch heute für ein kostenloses Erstgespräch an. Es würde mich freuen, Sie kennenzulernen.

Bis dahin alles Liebe,

Ihre Ernährungsberaterin in Wien und Mödling Monika Masik